Ausbildung

Der Weg zum Bergretter/ zur Bergretterin

Die Ausbildung zum Bergretter erfolgt nach einem Modulsystem.

Nach mindestens einem Jahr als Anwärter/Anwärterin in einer Ortsstelle (Anmeldung über den Obmann) erfolgt die Anwärterüberprüfung.

Voraussetzung zur Teilnahme an der Anwärterüberprüfung:

Da die Bergrettung keine Bergsteigerschule ist und auch keine sein will, sondern im Gegenteil aufgrund ihrer alpinen Kompetenz nach den Bergführern als "zweithöchste Instanz" am Berg angesehen wird, sollte eine alpinistische Vorgeschichte jedes Anwärters eine Selbstverständlichkeit sein, und daher die Vorlage eines entsprechenden Tourenberichtes kein Problem darstellen.

 

Anwärterüberprüfung

Um den ständig wachsenden Anforderungen einer modernen Bergrettung gerecht zu werden, wurden bei der Anwärterüberprüfung einige Neuerungen und Verbesserungen eingeführt:

NEU: An zwei Tagen wird die Anwärterüberprüfung durchgeführt.

Begründung: Jedes Thema kann exakter und besser überprüft werden. Ohne Stress können mindestens 1000 Höhenmeter beim Tourengehen absolviert werden. Die 500 Höhenmeter pro Stunde werden beibehalten. Allerdings wird die Zeit exakt eingehalten. Ebenso kann die Überprüfung des Kletterns und die Seiltechniken genauer durchgeführt werden.

Sommerteil:

  • Parcours --------- Gehgelände ------ sicheres Steigen im alpinen Gelände
  • Eine Kletterroute im IV. Grad. Ein Ausbilder klettert die Route vor und hängt die Express schlingen ein
  • Je nach Witterung wird wird Toprope (nass) oder im Vorstieg geklettert (trocken)
  • Sichern des Vorsteigers mit Reverso
  • Passives Abseilen mit Reverso des Vorsteigers
  • Behelfsmäßige Seilrolle: Ablassen des Kameraden mit Halbmastwurfsicherung.

    Fixieren mit Wasserlatz und Spierenstich. Zirka 3 Meter Reepschnur halbieren. Prusik auf das lose

    Seil montieren. Mit einem Teil der Reepschnur eine Eigensicherung herstellen. Mit dem anderen Teil

    der Reepschnur einen gefädelten Prusik auf das Seil legen.

  • Standplatzbau-------laut Broschüre in der Selbstsicherungsschlinge
  • Aktives Abseilen-----laut Broschüre in der Selbstsicherungsschlinge
  • Tourenbericht (Herunterladen von der Homepage der Bergrettung)
  • Ausnahmslos normale Bergschuhe! Keine Sliks, Halbschuhe oder Zustiegschuhe.

Winterteil:

  • Überprüfung mindestens 1000 Höhenmeter im Schitourengelände, Stundenschnitt 500 Hm/h
  • Spitzkehrtechnik in steilem Gelände
  • komplette Skitourenausrüstung (keine Schischuhe)
  • Paralellschwung in allen Schneearten

Teilnehmer die nicht eine komplette Skitourenausrüstung und Sicherheitsausrüstung haben, werden ausnahmslos von der Überprüfung ausgeschlossen. (Helmpflicht

Bestätigung eines Erste Hilfe Kurses (16 Stunden) nicht älter als 2 Jahre ist bis zur Anmeldung zur AWÜ (an die LL senden) verpflichtend beizubringen.

Vollständige Tourenberichte sind bis zur Anmeldung zur AWÜ verpflichtend beizubringen.

Teilnehmer pro Termin maximal 60 Personen

Es stehen 8 Ausbildner - Lehrer pro Termin zur Verfügung und neutrale Beobachter aus den Reihen der Bezirksleiter

Termine zur Anwärterüberprüfung werden im Intranet bekannt gegeben.

Nach erfolgreichem Absolvieren der Anwärterüberprüfung folgen je ein Grundkurs Winter und ein Grundkurs Sommer

Grundkurs - Winter: Bewegen im alpinen Gelände, Sicherungstechniken, Standplatzbau, Lawinenkunde...........

Grundkurs - Sommer mit der ganzen Bandbreite und einfachen Rettungstechniken.

Abgeschlossen wird jeder Grundkurs mit einer Abschlussprüfung. Nach Absolvierung der Grundkurse besteht die Möglichkeit, weiter Ausbildungskurse zu besuchen: Hundekurse, Canyoningkurs, Eiskurs udgl.
Danach beginnt die laufende Fortbildung.

Anfrage

Bitte rechnen Sie 3 plus 8.